Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Aktualisiert am 22. Juli 2026
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln ausschließlich und verbindlich die Rechtsbeziehungen zwischen der Chilibrain GmbH (nachfolgend „Vermieter" oder „Chilibrain") und dem Mieter (nachfolgend „Kunde" oder „Mieter") im Rahmen der Anmietung von Kraftfahrzeugen. Mit der Buchung eines Fahrzeugs über unsere Website, telefonisch, per E-Mail oder auf sonstigem Wege erklärt sich der Kunde ausdrücklich und umfassend mit diesen Bedingungen einverstanden. Abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Vermieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich und schriftlich zu. Diese AGB gelten für alle gegenwärtigen und zukünftigen Geschäftsbeziehungen zwischen dem Vermieter und dem Kunden.
Der Vermieter stellt dem Kunden das gebuchte Fahrzeug in einem verkehrssicheren, technisch einwandfreien und sauberen Zustand zur Verfügung. Das Fahrzeug wird mit vollständiger Tankfüllung übergeben und ist mit der gesetzlich vorgeschriebenen Ausstattung sowie allen notwendigen Dokumenten (Fahrzeugschein, Versicherungsnachweis) versehen. Der Kunde verpflichtet sich, das Fahrzeug sorgfältig und pfleglich zu behandeln, es nur im Rahmen der vereinbarten Nutzungsbedingungen und ausschließlich bestimmungsgemäß zu verwenden, keine rechtswidrigen Handlungen damit zu begehen und es zum vereinbarten Zeitpunkt, am vereinbarten Ort und in dem Zustand, in dem es übergeben wurde (unter Berücksichtigung eines normalen Verschleißes), zurückzugeben. Jede nicht autorisierte Nutzung, einschließlich der Weitervermietung, des Verleihs, der Nutzung für Fahrschulzwecke, des Transports illegaler Güter, der Teilnahme an Rennen oder Geländefahrten, führt zur sofortigen fristlosen Kündigung des Mietvertrags ohne Rückerstattung bereits gezahlter Beträge und zur Haftung des Kunden für alle daraus entstehenden Schäden.
§ 1 Vertragsabschluss und Buchungsbedingungen
Der Mietvertrag kommt durch die ausdrückliche Annahme der Buchungsanfrage des Kunden durch den Vermieter zustande. Die Buchung kann über unsere Website, telefonisch, per E-Mail oder persönlich in unseren Geschäftsräumen erfolgen. Die Bestätigung der Buchung erfolgt in der Regel unverzüglich per E-Mail oder telefonisch. Mit der Buchungsbestätigung erhält der Kunde alle wesentlichen Vertragsinformationen, einschließlich der Mietkonditionen, des Mietpreises, des Mietzeitraums, des Fahrzeugtyps und der Abhol- und Rückgabebedingungen. Die Buchungsbestätigung stellt noch keinen rechtsverbindlichen Mietvertrag dar, sondern lediglich ein vorvertragliches Angebot.
Der Kunde ist verpflichtet, bei der Buchung wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu machen, insbesondere zu seiner Identität, seinen Kontaktdaten, seiner Fahrerlaubnis und seinen Zahlungsinformationen. Falsche oder unvollständige Angaben berechtigen den Vermieter zur Ablehnung der Buchung oder zur fristlosen Kündigung des Mietvertrags. Der Vermieter behält sich das Recht vor, die Identität des Kunden und die Gültigkeit der Fahrerlaubnis durch Vorlage entsprechender Dokumente (Personalausweis oder Reisepass, Führerschein) zu überprüfen. Diese Überprüfung erfolgt in der Regel bei der Fahrzeugübergabe, kann aber auch bereits im Vorfeld verlangt werden.
§ 2 Mietpreise und Zahlungsbedingungen
Die Mietpreise verstehen sich inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer in der jeweils gültigen Höhe, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde. Der Mietpreis setzt sich zusammen aus dem Grundmietpreis, eventuellen Zusatzleistungen (z. B. zusätzliche Fahrer, Kindersitze, Navigationsgeräte, Zustellung an einen bestimmten Ort), Versicherungsbeiträgen und eventuellen Gebühren (z. B. für die Rückgabe an einem anderen Ort). Alle Preise sind in Euro ausgewiesen und entsprechen den zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Konditionen. Preisänderungen nach Vertragsabschluss sind ausgeschlossen, es sei denn, sie beruhen auf gesetzlichen Vorschriften.
Die Zahlung des Mietpreises sowie einer etwaigen Kaution ist vor der Übergabe des Fahrzeugs in voller Höhe zu leisten, sofern nicht ausdrücklich andere Zahlungsbedingungen vereinbart wurden. Akzeptierte Zahlungsmittel sind in der Regel Bargeld, EC-Karte, Kreditkarte (Visa, MasterCard, American Express) und Banküberweisung (nur bei Vorabbuchung). Bei Zahlung per Kreditkarte wird der Gesamtbetrag bei der Fahrzeugübergabe autorisiert und belastet. Die Kaution dient als Sicherheit für eventuelle Schäden, Strafzettel oder andere Forderungen des Vermieters und wird in der Regel per Kreditkartenautorisierung geleistet. Die Kaution wird nach Rückgabe des Fahrzeugs und Prüfung auf Schäden unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 14 Tagen, freigegeben oder zurücküberwiesen, sofern keine Forderungen bestehen.
§ 3 Stornierungsbedingungen
Bei einer Stornierung durch den Kunden gelten folgende Regelungen: Stornierungen bis 14 Tage vor Mietbeginn sind kostenlos und werden vollständig zurückerstattet. Bei Stornierungen zwischen 14 und 7 Tagen vor Mietbeginn werden 50 % des vereinbarten Mietpreises fällig. Bei Stornierungen weniger als 7 Tage vor Mietbeginn oder bei Nichterscheinen (No-Show) ist der volle Mietpreis zu entrichten und wird nicht zurückerstattet. Der Vermieter behält sich das Recht vor, in begründeten Einzelfällen von diesen Pauschalen abzuweichen und den tatsächlich entstandenen Schaden nachzuweisen oder eine kulante Lösung anzubieten.
Die Stornierung muss schriftlich (per E-Mail) oder telefonisch erfolgen und wird vom Vermieter bestätigt. Maßgeblich für die Berechnung der Stornierungsfrist ist der Zeitpunkt des Eingangs der Stornierung beim Vermieter während der regulären Geschäftszeiten. Bei kurzfristigen Stornierungen außerhalb der Geschäftszeiten gilt der nächste Werktag als Eingangstag. Im Falle höherer Gewalt (z. B. Naturkatastrophen, Pandemien, behördliche Anordnungen) behält sich der Vermieter das Recht vor, von den Stornierungsbedingungen abzuweichen und dem Kunden eine vollständige Rückerstattung oder eine Umbuchung auf einen späteren Zeitpunkt anzubieten.
§ 4 Fahrzeugübergabe und -rückgabe
Die Übergabe des Fahrzeugs erfolgt am vereinbarten Ort und zur vereinbarten Zeit. Der Kunde ist verpflichtet, das Fahrzeug bei der Übergabe sorgfältig auf Schäden, Mängel und den technischen Zustand zu überprüfen und eventuelle Beanstandungen unverzüglich dem Vermieter zu melden. Ein Übergabeprotokoll wird erstellt und vom Kunden und vom Vermieter unterzeichnet. Dieses Protokoll dokumentiert den Zustand des Fahrzeugs, den Kilometerstand, den Tankstand und eventuelle Vorschäden. Durch die Unterzeichnung des Protokolls bestätigt der Kunde, dass das Fahrzeug in einem einwandfreien Zustand übergeben wurde.
Die Rückgabe des Fahrzeugs erfolgt am vereinbarten Ort und zur vereinbarten Zeit. Das Fahrzeug muss gereinigt, mit dem gleichen Tankstand wie bei der Übergabe (in der Regel vollgetankt) und in einem ordnungsgemäßen Zustand zurückgegeben werden. Bei verspäteter Rückgabe ohne vorherige Absprache mit dem Vermieter wird eine Gebühr in Höhe von 50 % des Tagesmietpreises pro angefangener Stunde berechnet. Bei einer Verspätung von mehr als 4 Stunden wird ein zusätzlicher Miettag berechnet. Das Fahrzeug wird bei der Rückgabe erneut auf Schäden und Mängel überprüft. Eventuelle Schäden werden dokumentiert und dem Kunden in Rechnung gestellt, sofern dieser nicht nachweisen kann, dass ihn kein Verschulden trifft.
§ 5 Nutzung des Fahrzeugs
Der Kunde verpflichtet sich, das Fahrzeug nur bestimmungsgemäß und im Einklang mit allen geltenden Gesetzen und Vorschriften zu nutzen. Das Fahrzeug darf ausschließlich vom Kunden oder von ausdrücklich als zusätzliche Fahrer benannten Personen gefahren werden. Der Kunde muss im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis der entsprechenden Klasse sein und diese seit mindestens 2 Jahren ununterbrochen besitzen. Das Mindestalter für die Anmietung beträgt in der Regel 25 Jahre, für bestimmte Fahrzeugklassen (z. B. Sportwagen, Luxusfahrzeuge) kann ein höheres Mindestalter von 30 Jahren gelten. Ein Höchstalter besteht nicht, sofern die gesundheitliche Eignung zum Führen eines Kraftfahrzeugs gegeben ist.
Das Fahrzeug darf nicht für folgende Zwecke verwendet werden: Weitervermietung oder Verleih, Fahrschulzwecke, Teilnahme an Rennen, Rallyes oder Geländefahrten, Transport von illegalen Gütern oder Personen, gewerbliche Personenbeförderung (z. B. Taxi), Fahrten in Kriegs- oder Krisengebiete, Fahrten unter dem Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten, die die Fahrtüchtigkeit beeinträchtigen. Bei Zuwiderhandlung erlischt der Versicherungsschutz und der Kunde haftet persönlich für alle Schäden. Das Fahrzeug darf nicht außerhalb der Europäischen Union verwendet werden, es sei denn, dies wurde ausdrücklich mit dem Vermieter vereinbart.
§ 6 Versicherung und Haftung
Alle Mietpreise beinhalten eine gesetzliche Haftpflichtversicherung sowie eine Vollkaskoversicherung mit einer vereinbarten Selbstbeteiligung. Die Haftpflichtversicherung deckt Schäden an Dritten (Personen- und Sachschäden) bis zu den gesetzlich vorgeschriebenen Deckungssummen ab. Die Vollkaskoversicherung deckt Schäden am Mietfahrzeug ab, die durch Unfall, Brand, Diebstahl oder Vandalismus entstehen. Die Selbstbeteiligung beträgt in der Regel zwischen 500 € und 2.500 €, abhängig von der Fahrzeugklasse und den gewählten Versicherungsoptionen. Gegen Aufpreis kann die Selbstbeteiligung reduziert oder ganz ausgeschlossen werden.
Der Kunde haftet für alle Schäden am Fahrzeug, die während der Mietdauer entstehen, bis zur Höhe der vereinbarten Selbstbeteiligung, es sei denn, er kann nachweisen, dass ihn kein Verschulden trifft. Bei grober Fahrlässigkeit oder vorsätzlichen Handlungen entfällt der Versicherungsschutz vollständig, und der Kunde haftet für den Gesamtschaden. Grobe Fahrlässigkeit liegt insbesondere vor bei: Fahren unter Alkoholeinfluss (mehr als 0,5 Promille), Fahren ohne gültige Fahrerlaubnis, Überlassung des Fahrzeugs an unbefugte Dritte, Nichtbeachtung der Verkehrsregeln, Verwendung falscher Kraftstoffsorten. Der Kunde ist verpflichtet, jeden Schaden, jeden Unfall, jeden Diebstahl oder jeden Verlust des Fahrzeugs oder der Fahrzeugschlüssel unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von 24 Stunden, dem Vermieter und der Polizei zu melden.
§ 7 Pannen und Hilfeleistungen
Im Falle einer Panne, eines Unfalls oder eines Defekts am Fahrzeug ist der Kunde verpflichtet, unverzüglich den vom Vermieter bereitgestellten Pannendienst oder die angegebene Notfallnummer zu kontaktieren. Der Kunde darf keine Reparaturen selbst durchführen oder durchführen lassen, es sei denn, dies ist zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr unbedingt erforderlich. In diesem Fall muss der Vermieter unverzüglich informiert werden. Die Kosten für notwendige Reparaturen werden vom Vermieter getragen, sofern der Kunde den Schaden nicht verschuldet hat.
Der Vermieter bietet einen 24-Stunden-Pannendienst an, der bei technischen Problemen, Pannen oder Unfällen unterstützt. Die Kontaktdaten des Pannendienstes befinden sich im Fahrzeug oder werden dem Kunden bei der Übergabe mitgeteilt. Bei einem Unfall ist der Kunde verpflichtet, die Polizei zu informieren, ein Unfallprotokoll auszufüllen, alle relevanten Daten der Beteiligten zu erfassen und Fotos des Schadens anzufertigen. Diese Unterlagen müssen dem Vermieter unverzüglich zur Verfügung gestellt werden, um die Schadensregulierung mit der Versicherung zu ermöglichen.
§ 8 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, der Sitz des Vermieters. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Die Parteien verpflichten sich, die unwirksame Bestimmung durch eine wirksame Regelung zu ersetzen, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt.
Änderungen oder Ergänzungen dieser AGB bedürfen der Schriftform. Dies gilt auch für die Aufhebung des Schriftformerfordernisses. Mündliche Nebenabreden bestehen nicht. Der Vermieter behält sich das Recht vor, diese AGB bei Vorliegen wichtiger Gründe zu ändern. Die geänderten AGB werden dem Kunden rechtzeitig vor ihrem Inkrafttreten mitgeteilt. Widerspricht der Kunde den Änderungen nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang der Mitteilung, gelten die Änderungen als genehmigt. Auf dieses Recht wird der Kunde bei der Mitteilung der Änderungen ausdrücklich hingewiesen.